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  Hinweise und Tipps für den Hobbygärtner  
         
 

Das Hauptproblem im Kartoffelanbau ist unbestritten die Kraut- und Knollenfäule. Es gilt aber noch ein paar andere wichtige Dinge zu beherzigen.

Die Kartoffelknolle ist eine lebende Pflanze und muss dementsprechend behandelt werden.

Pflanzen

  1. Grundsätzlich gilt es gesundes und zertifiziertes Pflanzgut
    zu verwenden.
  2. Die Größe der Pflanzkartoffel spielt eine untergeordnete Rolle.
    Mit einer kleineren Sortierung kann eine größere Fläche bepflanzt werden, weil mehr Knollen je kg vorhanden sind. Der Ansatz
    (d.h. neue Kartoffeln je Pflanzkartoffel) ist hingegen bei größeren Knollen höher als bei kleineren Knollen. Somit ist vom Ertrag her mit keinen größeren Unterschieden zu rechnen.
  3. Der Knollendurchmesser ist die Pflanztiefe der Knolle!
  4. Der Damm sollte Trapezförmig aufgehäufelt werden.

Vegetationperiode

  1. Den höchsten Wasserbedarf hat die Kartoffel während der Blüte.
 

Kraut- und Knollenfäule

  1. Die Krautfäule breitet sich bei feuchter und warmer Witterung aus. Dabei ist der morgendliche Tau der ideale Nährboden für diesen Pilz.
  2. Je dichter der Bestand zuwächst desto mehr besteht eine Infektionsgefahr ( Der Zeitraum von Infektion bis zum sichtbaren Befall beträgt ca. 5 Tage)
  3. Die Krautfäule ist nur vorbeugend zu behandeln mit entsprechenden Mitteln.
  4. Unbehandelt Kartoffelbestände sind ein sehr, sehr hohes Infektionspotenzial für gesunde Bestände.
  5. Sollte es zu einem Befall kommen, muss das Kartoffelkraut unbedingt entfernt werden. Die Pilzsporen würden nach Niederschlägen ins Erdreich wandern und die jungen Knollen befallen . Dies ist der Beginn für die Knollenfäule, die im
    Extremfall zu Totalausfällen führen kann.

Lagern

  1. Lagern minimal 4,5 Grad, sortenabhängig
  2. feucht lagern (min. 80% Luftfeuchte)
  3. dunkel lagern
 
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